Pressearbeit

Geschichte der Pressearbeit in der DDR-Friedensbewegung

Noch vor der Gründung der DDR-Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ im Frühjahr 1987 hatten die meisten Organisatoren bereits Erfahrungen in der Gemeindeleitung und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Mitten im kalten Krieg der Atommächte lief die Friedensarbeit der DDR noch im Rahmen der Kirche ab und nannte sich Friedensdekade. Die nichtkirchlichen Gruppen existierten, waren aber in dieser Zeit uneins und deutlich in der Minderzahl. Diese Gruppen hatte keine einheitliche Vorstellung über eine zielführende Vorgehensweise, konnten kaum etwas bewegen und verfügten nicht über Westkonstakte und über den erforderlichen Zusammenhalt, die theologische Grundausbildung und den Schutz der Gruppe.

Die Mitarbeiter der Kirchen kannten sich untereinander und man brachte die Erfahrungen in die parallel entstehende Friedensarbeit von „Schwerter zu Pflugscharen“ ein, die auch außerhalb der Kirche ihre Anhänger hatte. Die Unterwanderung kirchlicher Gruppen war für Stasi extrem kompliziert, zeitaufwändig und so wenig erfolgreich. Man versuchte deshalb die Mitarbeiter über Kollegen und Lebenspartner auszuspionieren. Auch damit hatte man nur vereinzelt Erfolg.

Während der Friedensdekade wurden die Friedensgebete gemeinsam mit den Veranstaltern „Schwerter zu Pflugscharen“ organisiert. Die Friedensarbeit verlagterte sich von Jahr zu Jahr gunsten von „Schwerter zu Pflugscharen“ und das gemeinsame Vorgehen machte die Arbeit effektiver und diese Friedensarbeit weltbekannt.

Damals wurden die Druckerzeugnisse, insbesondere Flyer und Einladungsplakte für heutige Verhältnisse teils mit primitiven, teils auch mit künsterlischen Mitteln erstellt. Um einen Satz Einladungsplakate für Friedensgottesdienste zu erstellen wurde ein Sack Kartoffeln, 100 Seiten Kunstdruckpapier, Plakatfarbe, Pinsel, Lineal, Bleistifte, Sprühlack, ein großer Beutel frische Pfefferminzblätter, Brot, Butter, ein Glas Gänsefett mit Speckgrieben, Geschirr und Besteck mit ein paar spitzen Messern, gewiegtes Rind, einer Packung Eier, Pfeffer,  Salz, Zwiebeln, Limonade, Cola, hochwertiger Kaffee, gesüßte Kaffeemilch, selbstgebackener Kuchen oder selbstgebackenes Brot benötigt.

Aus all den eßbaren Zutaten wurde von den Frauen ein kaltes Büffet für jeden Geschmack gezaubert und Männer kümmerten sich derweil, um die inhaltliche Planung und die handwerklichen Arbeiten. Das gemeinsame Essen am kalten Büffet war soetwas wie eine harte Ersatzwährung und förderte den Gruppenzusammenhalt. Das dies heute noch funktioniert beweist jedes gute Büffet in den Vorstandsetagen der Unternehmen und Banken, die oftmals ein besseres Argument sind als bedeutungsschwangere Vorträge. Der Zusammenhalt ist eine sehr starke Motivation.

Noch heute erinnern sich die damaligen Redakteure an diese spannungsgeladene Zeit. Eine Zukunft ohne Willkür schien zum Greifen nah. Heute ist das Thema nicht der NATO-Nachrüstungsbeschluss und die russische Antwort darauf, sondern die Finanzkrise und es ist heute wieder wie damals 1988 wenn sich die Regionalgruppen wieder informal treffen. Jeden Monat wachsen wieder diese Versammlungen, weil es wieder Willkür und Unrecht gibt. Das ist der Nährboden des friedlichen Widerstands.

Damals wurden in die Kartoffeln die Buchstaben des Alphabetes geschnitzt. Auf dem Plakat wurden mit Bleistift Hilfslinien gezogen. Mit diesen Kartoffeln wurde dann Buchstabe für Buchstabe exakt auf den Hilfslinien auf das Plakat übertragen und es entstanden 100 farbige Unikate, denn kein Plakat glich dem anderen, aber das war für den Zweck egal und es entstand in mehreren Arbeitsschritten ein ansehnlicher, weit sichtbarer und wetterfester Colordruck.

Hinterher wurden die Hilfslinien wegradiert und das Plakat auf Pappe aufgezogen nach dem Radieren wurde mit Sprühlack das Plakat beidseitig wetterfest gemacht. Die Pappe sorgte dafür, dass sich das Papier wegen des Sprühlackes nicht wellt. Diese Technik lieferte gute Resultate und war bei wenig Text auch noch ohne viel Aufwand leicht durchführbar.  Der gemeinsame Plakatdruck stärkte darüber hinaus das Zusammengehörigkeitsgefühl. Nach dem Trocknen wurden die Plakate an die regionalen Organisatoren verteilt und diese sorgten dann für die rechtzeitige Anbringung an Straßenkreuzungen. Man beobachtete die Tage vor den Veranstaltungen genau das Wetter und vor einem Unwetter wurde die Plakate schnell abgenommen und hinterher wieder aufgehangen. Niemand musste es anordnen. Die Gruppen organisierten sich selbst, jeder sah etwas Unerledigtes und erledigte es ohne viel Gedöhns mit Liebe und mit Sorgfalt. Keiner hat sich über die viele Arbeit beschwert, jeder hat es gern getan, jeder hat gern auch gespendet, denn es war für einen Traum der eine bessere Zukunft versprach.

Heute wissen wir von wem und wie dieser Traum verraten wurde. Er wurde nicht durch die Friedensbewegung sondern durch Bestechung von kirchlichen Würdenträgern, Wendepolitikern und großen Presseagenturen vom Westen aus heimtückisch verraten!

Bis genug Leute erkannten welch faules Spiel mit uns gespielt wurde waren die Weichen für neues Unrecht und milliardenschwerem Wendebetrug gestellt. Viele Aktivisten sind daran innerlich zerbrochen, aber der harte Kern ist bis heute unbestechlich geblieben und heute noch aktiv.

Das war mit knappen Worten die Backgroundtätigkeit der DDR-Friedensbewegung, die letztlich im Herbst 1989 die DDR-Regierung zum Rücktritt zwang und unsere Redaktion war von Anfang an mit dabei.

Nur ein Dutzend geübte Kartoffelschnitzer hatten damals in zwei Stunden mit „Tee und Fettbemme als Lohn“ problemlos 100 Plakate gedruckt und größer war die Auflage auch nicht. Für noch größere Auflagen und für länger benötigte Überschriften wurden gummierte Holzstempel geschnitzt, die auch 10000 Seiten und mehr problemlos überstanden hätten.

Für noch größere Auflagen wurde die komplette Seite auf eine kupferbeschichtete, geschliffene Leiterplatte übertragen und damit waren auch deutlich mehr als 10000 Abzüge zumindest drucktechnisch überhaupt kein Problem mehr, allerdings rief dieses offsetähnliche Verfahren wegen seines Potentials damals die Stasi auf den Plan und die Sache kam über den erfolgreichen Kleinversuch nicht mehr hinaus. Das war aber kein Problem mehr, denn dann war das Ende der DDR bereits besiegelt und Kopien waren auch legal möglich.

Die offiziellen Artikel wurden damals noch mittels Ormig-Verfahren erstellt. Dazu gab es oberflächenbeschichtete Papiermatrizen, die mit der Schreibmaschine beschrieben wurden.

Die Farbe der Matrize wurde durch den Anschlagsdruck der Typen durch die Oberflächenbeschichtung tief in das Papier der Matritze eingebracht und ein spiritushaltiges Lösungsmittel sorgte dann dafür, dass die Farbe von der Matrize auf die Kopie übertragen wurde. Das Verfahren wurde später von einer Firma mit plastikbeschichteten Matrizen in Rollenform weiterentwickelt, die noch deutlich höhere Auflagen ermöglichten.

Die Einstellung der richtigen Menge Lösungsmittel war eine Kunst für sich. Bei richtiger Einstellung war auch die hunderste Seite noch gut lesbar. In der DDR musste jede Seite für das Ormig-Verfahren eine Registriernummer tragen aus der auch die Auflagehöhe ersichtlich war. Je nach Verwaltungsstruktur mussten bis zu drei Seiten der Auflage und alle überzähligen Restexemplare beim Rat der Stadt wieder hinterlegt werden.

Damit war diese Methode für die Friedensbewegung nur für die Liedmappen zu gebrauchen, deren Druck wenigstens zähneknirschend genehmigt wurde. Später wurden die Liedmappen im Offsetverfahren zentral gedruckt. Der damalige Leiter der Jungmännerwerks in Sachsen Albrecht Kaul hatte auch den Offsetdruck mit zu verantworten, weshalb die Liedmappen den Spitznamen „Kaulquappen“ trugen. Die bessere Technik entlastete uns aber nur teilweise.

Es bestand trotzdem noch ein Mangel an Vervielfältigungsmöglichkeiten für eher interne Veröffentlichungen, die mit Sicherheit nicht genehmigt worden wären. Also wurden einmal im Monat eine große Versammlung und einmal die Woche eine kleine Versammlungen abgehalten und auf diese Weise die Informationen an die Regionalleiter übertragen, also quasi handschriftlich übermittelt und diese Regionalleiter beriefen wiederum regionale Versammlungen ein und verbreiteten die Informationen bis zu den Mitgliedern.

Wer als Regionalleiter die Versammlungen schwänzte ohne einen Ersatzmann zu stellen, wurde zweimal gerügt und beim dritten Vorfall formal von seinen Aufgaben entbunden. Das waren knallharte Regeln, denn solche Ausfälle bedeuteten Überstunden für alle anderen Helfer. Das war die Geburtsstunde der heutigen Aortaregel wonach jeder Leiter mindenstens einmal die Woche an den Infotreffen und Veranstaltungen teilnehmen musste, später waren es wegen der Arbeitsteilung 10 Stunden pro Monat und diese Regel gilt bis heute.

Die Fototechnik in der Vervielfältigung

Eine alternative Möglichkeit ohne Hinterlegung waren Fotokopien auf Fotopapier. Dieses photochemische Verfahren war teuer, aber dafür präszise und wurde für Bücherkopien verwendet, die es nur in ganz wenigen Exemplaren in der DDR über sporadische Westkontakte gab. Die Fotokopien in A5 kamen in einen Schnellhefter, der auf A5-Format zurechtgeschnitten wurde damit er unauffällig im allgegenwärtigen und damit unauffälligen Rucksack verschwinden konnte und fertig war das in der DDR verbotene Buch.

Da in der DDR das private Entwicklen und Vergrößern der Urlaubsfilme legal und effektiv möglich war, brauchte es nur einen Filmkassettenadapter für das Vergrößerungsgerät. Die Druckvorlage wurde auf einen Rahmen gespannt und die seitlichen Lampen per Fussschalter eingeschaltet. Die Kassette wurde dann halb rausgezogen und eine Passermarke erschien. Die Passermarke wurde scharfgestellt und dann die Kassette wieder eingeschoben. Diese Kassette war offiziell nicht erhältlich. Man musste auf dem Schwarzmarkt etwas mehr als einen Monatslohn dafür bezahlen. Ein Druck auf den Auslöser machte aber das perfekte Foto ohne Verluste an Schärfe.

Ebenso funktionierte es mit einer Spiegelreflexkamera, möglichst mit Winkelsucher unter Verwendung von Vorsatzringen. Russische Fotoapparate der Marke Zirkon oder die Kameras der DDR-Marke Praktika waren dafür bestens geeignet. Der Nachteil der Kameraversion war die wegen Vorsatzringen zu kleine Tiefenschärfe, denn kein Buch liegt absolut plan auf. Beide Varianten hatten also ihre Vorteile und somit waren beide Varianten in Gebrauch. Die Kameras der DDR-Marke Exa funktionierten dafür nicht, weil die Ecken bauartbedingt abgeschattet wurden. Solches Wissen wurde mündlichen übermittelt. Man traf sich und half sich gegenseitig mit Expertenwissen aus.

Die Computertechnik in der Vervielfältigung

Es gab zwar auch damals bereits die Möglichkeit des Funkfernschreibens oder von Packet Radio, aber das war technisch aufwändig und es wurde aller Funk durch die GST abgehört und weitergemeldet und dies war nur für eine belanglose Kommunikation zu gebrauchen und dies hätte uns nichts genützt.

Auch die gerichtete Datenkommunikation über gebündeltes Licht wurde erprobt, aber kam mangels Verfügbarkeit eines Lasers und der hohen Kosten nicht über ein paar erfolgreiche Versuche mit Morsecode hinaus.

Viel einfacher war es aber einen DDR-Kleincomputer zu bekommen und die Dateien einfach mittels Kassettenrecorder und Überspielkabel zu kopieren. Die Kassetten wurde dann paersönlich übergeben, denn man vermutete, dass die Post die Kassetten abfängt. Schließlich gelang es Diskettenlaufwerke zu beschaffen und die Daten mittels Disketten zu vervielfältigen.

Da es am Anfang der DDR-Rechentechnik nur kleinere RAM-Speicher und keine Drucker zu kaufen gab, wurden elektrische Schreibmaschinen umgebaut und wurden über deren V24-Schnittstelle zu einem recht geräuschintensiven Drucker, denn auch primitivere 9-Nadeldrucker gabe es in der DDR erst kurz vor der Wende zu kaufen und eine gebrauchte elektrische Schreibmaschine machte mit Kohlepapier problemlos 6 gut lesbare Durchschläge und mit mehreren Durchläufen waren die notwendigen 100 Kopien schnell genug erstellt.

Wegen der finanziell positiven, aber inhaltlich negativen Einflussnahme des YMCA auf das Jungmännerwerk, deren Einmischung von Anfang an durch die Friedensbewegung wegen den Verbindungen zu den Logen im Westen und den berüchtigten Club of Rome kritisiert wurde, war auch dort der Vertrauensbruch nicht mehr zu kitten und auch das Jungmännerwerk bekam folglich einen Massenaustritt zu spüren und hat heute für die selbständig gewordenen Friedensarbeit praktisch keine Bedeutung mehr.

Ein Mythos – oder war es wirklich „Fünf vor Zwölf“ im Sommer 1989?

Es wird heute noch diskutiert ob im Sommer 1989 eine wirklich gefährlliche Situation bestanden habe, wo ein Funken am falschen Ort zur falschen Zeit ein flächendeckendes Blutbad und den Einmarsch der Russen zur Folge gehabt haben könnte.

Es war damals das Ziel regelmäßig alle Aktivsten zusammenzuholen, um in den Pausen der Vorbereitungen der Friedensgottesdienste in Nebenräume zu verschwinden, um die aktuellen Informationen zusammenzutragen. Dort sollte jeder sich nur kurz vorstellen damit wir wissen wer NICHT aus der Gemeinde kommen kann, sondern uns von der Stasi untergeschoben wurde. Wir kannten uns ja gegenseitig – es war also gefährlich für die Stasi zu behaupften man käme aus einer Gemeinde wenn es nicht so wäre.

In der Presse wird heute nur Ostalgie mit angeblich friedlicher Wende betrieben. Wenn man solche Wendeartikel liest, dann kann man wirklich sicher sein, dass der Bezahlschreiber nicht wirklich zum engeren Kreis der Aktivisten gehört hatte. Die einzige Wende, die wirklich stattgefunden hat ist die Abkehr von der ungeschönten Wahrheit zugunsten einer Systemlüge.

Man schreibt heute die Geschichte der Wende absichtlich um, damit die Beschäftigung mit diesem Thema endlich aufhört, weil es dort noch entscheidende immer noch unveröffentliche Fakten gibt, die die Legitimation der BRD in Mitteldeutschland ernsthaft in Frage stellen. Es geht hier um die nicht legitme BRD-Altschuldenumwälzung pro Kopf von Gesammtdeutlichland, also Bilanzverlängerung geplant und durchgeführt von Kohl und Genscher, um auf die DDR-Staatsbank zuzugreifen und so den Raub der Immobilien und Sparvermögen der ostdeutschen Sparkassen zu begehen. Wer sich damit genauer beschäftigt hat, der wird die Zusammenhänge noch wissen und für alle anderen gibt es ein Buch mit dem Titel „Die Schulden des Westens“. Details führen hier erstmal zu weit.

Viele Redakteure können sich noch an die gemeinsamen Sitzungen zwischen kirchlichen und außerkirchlichen Aktivisten erinnern. Es ging damals das Gerücht um wonach in allen größeren Städten Konzentrationslager geplant und teilweise auch schon eingerichtet worden seien, um alle Aktivisten zu verhaften, zu foltern und notfalls zu töten.

Was damals als Gerüchte innerhalb weniger Tage die Runde machte und zur mehreren Krisensitzungen führte, stellte sich später bei der Veröffentlichung der Stasiakten als wahr heraus. Damals hatten wir einfach nur möglichst viele Fakten zusammentragen wollen und haben nur ansatzweise geahnt, daß es eine ernsthafte Gefahr gab, die das Leben aller Aktivisten bedroht hätte. Die Folge war eine kontroverse Diskussion bei der zunächst niemand einen umsetzbaren Plan hatte, weder um die Wahrheit herauszufinden, noch um die Lebensgefahr abzuwenden. Das vorhandene Wissen war zwar durch die Treffen mehrfach bestätigt worden, aber immer noch ein unvollständiges Mosaik.

Seitens der nichtkirchlichen Aktivisten wurde dann der Vorschlag gemacht alle Stasileute und alle hohen SED-Funktionäre ähnlich der Ereignisse in Rumänien in einer Nacht der langen Messer innerhalb einer Stunde unter Nutzung des Überraschungseffektes aus ihren Häusern zu zerren und ihnen die Köpfe mit der Axt abzuschlagen und diese Köpfe auf die Zäune  der Vorgärten zu spießen. Das sollte alle Welt schockieren und das System erstarren lassen.

Am nächsten Tag wären dann alle geschockt geschockt, aber die Gefahr einer Inhaftierung wäre damit nicht besiegt gewesen – so die Gegenargumentation. Der Vortrag klang zwar überzeugend und schockierte uns per Kopfkino alle.

Es klang wie ein auswändig gelernter, fertiger Plan, aber es war unkluger, gefährlicher und auch ideologisch fragwürdiger Plan. Es war folglich kurzes Schweigen, denn die uns einigende Wut über bereits erduldete Verfolgung war im Bauch zu spüren, aber dies verhinderte auch eine laute Diskussion.

So trat einer unserer Redakteure vor uns und stellte in wenigen kurzen Sätzen klar, dass so eine Aktion zwar theoretisch im Rahmen einer Notwehr durchführbar wäre, aber nie geheimzuhalten wäre und allein schon die Planung eines solchen Vorhabens wäre ein Grund dafür die Massenverhaftungen sofort durchzuziehen und gleichzeitig ein Grund des Einmarsches der Russen, um ein Massaker an den russischen Soldaten zu verhindern.

Zweitens untergruben solche Mordpläne und alle Vorbereitung die Glaubwürdigkeit der Friedensbewegung und auch die schützende Duldung im Hause der Kirche.Wir vermuteten folglich, dass der fragwürdige Plan kaum aus einem befreundeten Lager kommen konnte.

Es wäre das sichere Ende der gesammten Friedensarbeit gewesen.  Am Ende der Rede gingen die Vertreter der nichtkirchlichen Friedensarbeit ihren Weg und die Vertreter der kirchenlichen Arbeit ebenso ihren Weg weiter als hätte es das Gespräch nie gegeben.

Wir erfuhren einige Wochen danach, dass in die Arbeit der nichtkirchlichen Aktivsten Stasileute eingescheust wurden und es wohl auch zu Verhaftungen kam. Wir hatten zwar alle Angst, aber es bleib ruhig.

Die bange Frage war: Raus aus der Kirche oder bleiben?

Die Offentlichkeitsarbeit war damals in der Kirche etwas geschützter und auch sehr aktiv. Die Veröffentlichungen hat man uns regelrecht aus der Hand gerissen und hatten eine Umlaufgeschwindigkeit von der die heutige Pressearbeit nur noch täumen kann. Heute ist eine Redaktion schon froh wenn ihre Artikel überhaupt noch gelesen, geschweige denn ernstgenommen werden. So ändern sich die Zeiten.

Nach dem Vorfall mit den lange geheimgehaltenen Gesprächen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Großloge von Deutschland, was die Friedensbewegung als größtmöglichen Interessenverrat bezeichnete und in den Jahren 1998 bis 2002 Massenaustritte aus der Kirche zu Folge hatte, kam auch die Abspaltung der Friedensarbeit von der Kirche, da das Vertrauensverhältnis durch den Verrat der EKD am Evangelium nicht mehr zu kitten war und damit der Weg in die Selbständigkeit die logische Konsequenz. Die Unabhängigkeit der Pressearbeit erfordert eben auch mal einen hohen Preis und persönliche Opfer.

Die Redaktion geht online

Die Einrichtung einer ständigen Onlineredaktion hat nach einigen anfänglichen Problemen mit der Servertechnik dann die Umstellung auf WordPress zur Folge gehabt, die bis heute die Basis der Arbeit darstellt. Jona-Mission ist heute ein gleichwertiger Ersatz für das schützende Dach der Kirche geworden. Jona-Mission besteht seit über 30 Jahren und hat sich das Kirchenrecht einer Gemeinde nach deutschem Recht wegen Kontinuität der Arbeit über die Aorta per Ersitzungsrecht ersessen.

Die Pressearbeit der Friedensbewegung immer noch ohne Einfluss auf die Inhalte frei arbeiten. Es gibt nur ein paar gesetzliche Spielregeln, die die Webmaster uns machen müssen, aber diese Spielregeln sind sinnvoll und die Grenzen weit genug gesteckt und folglich auch kein Problem für eine inhaltlich hochwertige, unabhängige Pressearbeit.

Der heutige Status Quo der deutschen Pressearbeit

Nachdem Kanzlerin Merkel der deutschen Pressearbeit einen Maulkorb im Zusammenhang mit der Finanzkrise verpasste – eine unglaubliche Übertretung des Grundgesetzes  und gleichzeitig Verfassungsbruch und Bruch ihres Diensteides – scheinen sich alle Presseredakteure von den Bezahlschreibern zu distanzieren und sich inoffiziell und zähneknirschend auf einen Status Quo des Unrechts gegen die Pressefreiheit geeinigt zu haben.

Man streut heute die Wahrheit scheibchenweise mittels Salamitaktik unters Volk. Auf diese Weise musste man nicht mehr lügen und behielt seinen Arbeitsplatz in der Redaktion. So ist es bei allen großen Medienunternehmen und Zeitungen bis auf den heutigen Tag. Man wird in der Zukunft unsere Generation dafür richten, ob das ausreichend war.

Die heutige Onlineredaktion

Wir haben schon immer so gearbeitet, dass wir die Gesetze der DDR und BRD zwar strikt beachten, aber uns jeglicher Propaganda und Systemlüge enthalten und zwar wegen erfolgreicher Verfassungsklage im Jahre 1991 gegen den Einigungsvertrag und folglich mangels rechtswirksam vor der UN und dem Volk ratifiziertem Beitritt Mitteldeutschlands, dessen tatsächlicher, aktueller international völkerrechtlich und visarechtlicher Status wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird. Das ist aber inzwischen ein offenes Geheimnis, es bleibt nur noch anhand von Dokumenten zu beweisen, was die Insider bereits wissen. Für alle anderen tut es not sein Köpfchen anzustrengen.

Wenn zur Wendezeit alles rechtmäßig gelaufen wäre, dann hätte man doch die Vertuschung der Ereignisse der Nacht vom 17.7.1990 auf den 18.7.1990 und die Geheimniskrämerei um den gelöschten Artikel 23 GG a.F. nicht nötig. Insofern denke sich jeder seinen Teil bei Lesen des Bundesgesetzblattes aus dieser Zeit und der vier Gesetze zum Bundesbereinigungsrecht ab 2006 als Reaktion auf die erfolgreiche Klage eins Herrn Sürmli vor dem europäischen Gerichtshif für Menschenrechte (EGMR).

Man wird in unseren Veröffentlichungen folglich auch nichts von einer Empfehlung für Bundesanleihen oder einer Einlagensicherungen der Sparvermögen lesen, weil es diese Einlagensicherung für Sparvermögen nirgends gibt und Kanzlerin Merkel ihre Lüge aus 2008 bereits vor laufender Kamera bei Jauch eingestanden hatte. Würde bundesdeutsches Recht wirklich umgesetzt, dann hätte Kanzlerin Merkel bereits am Folgetag ihren Hut nehmen müssen. Das ist aber nicht passiert.

Selbst die EZB hat die vermeintliche Einlagensicherung der Sparvermögen verneint. Wie man sieht hat die Salamitaktik über Schleichwege doch noch Erfolg gehabt und was Erfolg hat sollte man auch so fortsetzen! Heute kennt gut die Hälfte der Menschen die wirklichen Hintergründe der Wende und das es keine wirkliche Wende gab.

Wir suchen in diesem Sinne also wieder viele Redakteure, die uns qualifiziert aufbereitete, „salamitaugliche“ Beiträge zuarbeiten. Die Veröffentlichungen erfolgen auf allen Portalen mit denen Jona-Mission beiderseitigen Austausch der Inhalte betreibt.

Kontakt: presse@jona-mission.de

 

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