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Topic: Methode der wissenschaftlichen Fehlersuche
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Methode der wissenschaftlichen Fehlersuche
on: January 12, 2014, 17:05

Es gibt viele Leute, die in Panik geraten wenn ein technisches Gerät nicht funktioniert. Mit dieser Panik verschlechtern sie aber ungewollt ihre Chance das Problem wirklich in akzeptabler Zeit zu beheben. Deshalb ist es ein guter Rat, daß wenn Sie nicht unter Zeitdruck stehen, dann lassen Sie das Gerät eine Weile stehen und überlegen sich ein planvolles Vorgehen, also effiziente Untersuchungsmethoden die den Fehler am schnellsten eingrenzen, den je mehr sie versuchsweise um- und ausbauen müssen, desto größer ist die Gerfahr allein durch den Reparaturversuch Schäden zu verursachen.



Die Methode der wissenschaftlichen Fehlersuche


Die Methode der wissenschaftlichen Fehlersuche funktioniert bei allen Systemen, die strukturierte Komponenten haben, die in Ketten oder Blöcken von Komponenten angeordnet sind und deren Verbindungen sich gefahrlos mitlesen oder auftrennen lassen und wo die Richtung des Energie- oder Datenflusses wenigstens teilweise bekannt ist oder festgestellt werden kann.


Wenn Sie garkeinen Plan haben wie das Gerät aufgebaut ist und funktionieren könnte, dann lassen Sie lieber die Finger davon und fragen Sie einen Fachmann, sonst "verschlimmbessern" die die Situation nur noch 🙂


Das Prinzip ist bei Systemen mit einer Kette von Komponenten am einfachsten erklärbar.


Man trennt die Kette in der Mitte auf und schaut nach, ob bis zu dieser Stelle alle Signale richtig ankommen, wenn nicht liegt das Problem im Bereich davor bis zu dieser Stelle. Dann wiederholt man den Vorgang des Teilens zuerst im Bereich davor, andernfalls im Bereich danach und dann wird nur noch dieser Teilbereich durchsucht. Bei jedem Schritt halbiert sich die Anzahl der in Frage kommenden Fehlerursachen, bis man zu einem unteilbaren Teil kommt, was man testweise austauscht. Geht hinterher alles war nur ein Fehler drin und ist fertig. Verbessert sich die Situation nur etwas sind mehrere Fehler drin und man muss den Vorgang entsprechend oft wiederholen.



In jedem Fall sucht man im vordersten Teil immer zuerst, da man auf diese Weise weniger Folgefehler mitschleppt.


Bei Systemen mit netzartiger Struktur ist es vorteilhaft sich Komponenten zu suchen, die auf einem Teilstück eine kleine Kette haben und untersucht diese Abschnitte nach obengenannter Methode zuerst. Die untersuchten Teilketten werden markiert. Wichtig ist die Ketten am Anfang zuerst zu untersuchen, also ist Strom auf der Steckdose und geht das Netzteil und sich dann schrittweise bis zum Gerät vorarbeiten.


Erst wenn das sicher geklärt ist wird im Gerät gesucht und dann auch wieder zuerst alle Spannungen im Gerät. Wenn das auch untersucht ist fängt man an Teilkomponenenten des Gerätes zu identifizieren und einzeln zu testen.


Ringstrukturen sich am schwierigsten zu testen. Dort hilft oft nur ein rückwirkungsfreies Mitlesen der Signale vor und nach einer Komponente im Ring. Man fasst also die Komponente als Übertragungsglied einer Kette auf und sieht nach ob bei den ankommenden Signalen die herauskommenden Signale zu erwarten wären, wenn ja geht man erstmal zur nächsten Komponente im Ring, sonst geht es weiter wie bei einer Kette.


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